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sin palabras
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also erstmal war der flug nach cincinnati echt toll, allerdings werd ich mich wohl nie an die ersten und letzten 15 minuten gewöhnen, da macht mein körper echt was er will und mein gleichgewichtsorgan fühlt sich ziemlich veräppelt, na jedenfalls war der flug angenehm und ich hatte sage und schreibe drei sitze für mich, so dass ich gut schlafen konnte, in cincinnati selbst hatten wir 4 std. aufenthalt, haben uns kram angeguckt und sind dann endlich weiter nach state college, pennsylvania, da sind wir dann gegen zehn uhr ortszeit angekommen und ich war hundemüde
5/5/2006 freitag -> so, unser erster richtiger tag erstmal das motel beschnuppern: das hat was von den motels, die man aus filmen kennt, wo dann die kriminellen absteigen, aber was solls-wir haben einen platz zum schlafen, es is sauber und nich weit bis zu tinchen
gegen elf haben wir den mietwagen abgeholt, der war wirklich spitze - ein dodge, natürlich automatik, dieses jahr erst zugelassen und mit allen möglichen annehmlichkeiten - herrlich
haben nicht viel gemacht, tines büro angeguckt, ich hab in der sonne auf dem campus gelesen und texte für DaF gelesen (hab ich wirklich); dann nachmittags rauf auf den mount nittany - als ich den aufstieg gesehen hatte dachte ich schon "prost mahlzeit das kann ja was werden", der berg is nich so hoch, aber der anstieg sehr steil und die sonne brannte bei 28 °C - oben angekommen wars ganz nett und wir hatten einen schönen überblick; abends essen im "red lobster" - seeehr lecker fisch
6/5/2006 samstag -> haben den ganzen tag den campus angeguckt, einen ausgestopften berglöwen (das maskottchen der uni) und das skelett eines maultiers (was ewig auf dem unigelände geschuftet hat) - möchte wissen, was denen noch so zum ausstellen einfällt; die grünanlagen sind allerdings toll
7/5/2006 sonntag -> sehr früh aufgestanden und dann gegen neun in richtung kanada und niagara fälle gestartet; die überlandstraßen sind hier am obersten zipfel pennsylvanias auch nich gerade groß und schnell darf man auch nich fahren - wobei ich heute tatsächlich die 65 m/h gefahren bin - juhu; dann durch verschiedene kleine orte durch in richtung buffalo (ein hallo in richtung john maynard)
dann kam auch schon die grenze und wir sind nach kanada - sehr nette leute dort, auf den spuren zum einordnen auf der straße steht "auto", km/h gilt wieder als geschwindigkeits- und entfernungsmaß und die temperatur kann man ohne blödes umrechnen erkennen - vielen dank leute
dann zur pension - sehr klein, sehr niedlich und nur 5 gehmin. von den fällen entfernt; für die niagara fälle finde ich kaum worte - beeindruckend, gigantisch, beängstigend ... wir standen direkt an der bruchkante des horseshoes, sind unten an den fuß, wo das wasser aufprallt und hinter die fälle in einen tunnel - scheiße war ich nass, wie eine kleine ratte - der körper war über und über benetzt vom niesel des wasserfalls und man wollte es am liebsten in sich hineinsaugen

abends noch was bei "mama mia" futtern - die beste pasta außerhalb italiens (echt wahr), ein bisschen durchs nachtleben geschlendert - der unterschied zwischen dem vergnügungsviertel und der beschaulichen wohngegend, wo wir geschlafen haben war groß - las vegas gegen brave häuschen noch einen blick auf die fälle beleuchtet bei nacht - einfach nur genießen
**Vorurteile abgebaut** die amis fahren auch zu schnell und ich dachte immer, die halten sich an die limits
##merke## in den staaten is alles größer, von den autos, über löffel bis zu den hühnereiern 
8/5/2006 Montag -> eigentlich war der plan, auf der kanadischen seite weiter entlang des lake ontario zu thousand islands am st. lorenz strom zu fahren - das schlug allerdings fehl: wir hatten uns die fälle auf der us-seite nochmal angesehen und bei der grenze wies uns ein netter us-beamter darauf hin, dass tine ein wichtiges dokument vergessen hatte, eigentlich hätte er sie gar nich in die staaten wieder reinlassen dürfen, damit war klar, dass wir auf der us-seite bleiben würden
die fälle auf der us-seite waren auch schön, besonders, weil man die mündung des lake erie sehen konnte und wie sich das wasser seinen weg bis zu den fällen bahnt um dann in den ontario zu fließen

gegen mittag in richtung thousand islands gestartet; ich nehme übrigens die von mir mündlich geäußerte behauptung zurück, in den staaten sei alles besser ausgeschildert - das hörte nämlich plötzlich auf und wir standen in irgendeinem nest ohne einen plan zu haben, wo wir uns befinden könnten, haben uns dann durchgefragt und sind der himmelsrichtung gefolt in die wir wollten, dann endlich wieder auf der richtigen straße und ein picknick am lake ontario
dann gings weiter - tagesziel hieß erstmal oswego, weil es bis zum st. lorenz strom noch ziemlich weit war
gestern und heute kurze anfälle von sehnsucht meinerseits - das alles nur zu zweit zu sehen wäre schön gewesen - so genieß ich allein und er arbeitet in dtl.
9/5/2006 Dienstag -> früh losgefahren und in zwei std. am ziel angekommen, total entspannend auf der interstate zu fahren (ich bin heute sagenhafte 75 m/h gefahren) und wir haben im "otter inn" in alexandria bay quartier bezogen - das is total idyllisch mit eigenen bootsstegen und natur pur
haben eine bootstour unternommen und sind um einige der 1.793 inseln geschippert, auf vielen der inseln haben irgendwelche berühmtheiten ihr feriendomiziel, haben die wassergrenze zu kanada überquert, sind dann aber gleich wieder zurück, der tourguide war witzig und hat kaum luft geholt
mama und ich haben dann noch einen ausflug nach kanada unternommen und sind auf einen turm, um die aussicht zu genießen; ich hätte auch tine mitgenommen undim kofferraum geschmuggelt, aber das wollte die nich und wenn sie uns erwischt hätten, wäre das vermutlich auch nich witzig gewesen) der grenzbeamte begrüßte uns auf deutsch und teile uns seine erinnerungen an die netten kollegen des frankfurter flughafens mit; sind über eine riesen brücke gefahren , da war mir etwas mulmig, aber der turm war in dem herz der ganzen inseln und schwimmen wollte ich dann doch nich - der blick von oben auf die inseln war gigantisch
haben uns noch eine insel angesehen - die leute, die sich hier häuser leisten können müssen total viel geld haben, die grundstückspreise sind unglaublich; übrigens soll die wasserqualität hier perfekt sein und die sauberkeit bei 99 % liegen, es gibt auch horente strafe wenn man z.b. eine kippe ins wasser werfen würde
##merke## die kanadier sind extrem kommunikativ
10/05/2006 Mittwoch -> gegen zehn in richtung new york gestartet, waren innerhalb von sieben stunden dort (danke interstate) haben zahlreiche brücken überquert und die der stadt waren toll natürlich kamen wir zur rush hour nach NYC - da hieß es augen zu und durch, ich fand es nich so schlimm, aber meine kartenleser waren mit den nerven am ende
das hotel war mitten in queens, das war toll, denn da wollte ich eh hin (als "king of queens"-fan) und um ein haar wären wir in flushing gelandet (was mein "the nanny"-fanherz hätte höher schlagen lassen) - vom hotel aus kann man die skyline von manhattan sehen (ich wäre ja auch mit dem auto hin, aber da wären meine kartenleser einem herzinfarkt erlegen)
##merke## die geschwindigkeitkontrollen sind in den usa hinterhältiger als bei uns in dtl.
keine sau hält sich an die geschwindigkeitslimits (die trucks fahren teilweise 80m/h)
müll aus dem auto werfen kostet im staat new york 500 $
man muss sich in NYC dem fahrstil der leute anpassen, sonst is man verloren
doughnuts machen unheimlich satt
11/5/2006 Donnerstag -> haben heute den ganzen tag in manhattan verbracht, wir hatten einen tourguide aus queens und der war mit allen wassern gewaschen, die tour war straff organisiert und gin acht std. - tausende eindrücke prasselten auf mich ein
erste station: UNO hauptquartier, hatten nur eine halbe std. zeit, war aber trotzdem interessant
weiter: rockefeller center, st. patricks cathedral war toll und so langsam hatte ich mich an den laufstil der leute hier gewöhnt, ich war irgendwie dauernd verschwunden und der von meiner familie am häufigsten verwendete satz dieses urlaubs war: "wo is anne schon wieder hin?"
empire state building wieder sicherheitsschleusen, dann mit dem fahrstul nach oben in den 86. stock katapultiert, der ausblick war trotz des wolkenbehangenen himmels toll

von weitem sah man schon unseren nächsten halt: statue of liberty
wir rauf aufs boot, vorbei an der statue of liberty und dann rauf auf ellis island, dort sind wir ins museum, was wirklich spannend war, hatten leider nich genug zeit, als dass wir alles hätten ansehen können

es gibt hier einen "gedenkwall" auf dem die leute stehen, die in die staaten über ellis island reingekommen sind (wenn nachkommen es bezahlen wird man da aufgeschrieben) und wir haben nach einem unserer vorfahren gesucht (geht per pc, der dann den standpunkt des namens angibt - sonst sucht man sich dumm und dämlich) haben den namen dann auch gefunden, also jedenfalls gehen wir davon aus, dass das der mensch is, den wir meinen - war komisch
dann zurück zum festland und zu ground zero tine und mich hat das nich interessiert (da die lieben geheimdienste das auch hätten verhindern können) also haben wir uns lieber einen kaffee geholt, das war spannender
ab ins auto und los nach china - town und little italy, du meine güte war cina-town toll, ich wusste gar nich, wo ich zuerst hinsollte, hab dann dort ein paar sachen gekauft und ein bisschen gehandelt
dann an der wall street vorbei, die 5th avenue entlang und ich weiß nich, wo sonst noch
abschließendes highlight für tine und mich: wir sind über die queens-brook-bridge zurück nach queens gefahren (hey doug 
wer mich kennt, der weiß, dass ich mit liebeserklärungen äußerst sparsam umgehe, aber eine muss ich jetzt hier loswerden:
New York City ich liebe dich!
##merke## bei den vielen sicherheitskontrollen machen sich springerstiefel mit stahlkappe überhaupt nich gut - es piepst dauernd
sollte ich mal so viel geld habe, dass ich nich weiß wohin damit kauf ich mir hier in manhattan eine wohnung
mein nächster stadturlaub geht nach NYC
12/5/2006 Freitag -> heute morgen nochmal durch NYC gefahren, durch brooklyn, über staten island auf die interstate in richtung "king of prussia" das is die größte mall an der ostküste und tine und ich waren voll im einkaufswahn; bei mir hat es zwar etwas gedauert, bis ich in schwung kam, aber ich hab dann doch um die 250 $ ausgegeben; einen laden hätten tine und ich gleich komplett leergekauft - man war der geil
nach dem einkaufen war ich total platt - also ab ins auto und nach lancaster, dort das gepäck abladen und was essen (der kellner war sehr gesprächig und hat einen opa, der bei hamburg eine kleine brauerei besitzt, außerdem hat er aus zuneigung unsere salate bezahlt- merci)
13/5/2006 Samstag -> die amish sind ja ein fall für sich, interessant wie die so leben, war aber leider nich so authentisch, wie ich es mir erhofft hatte, aber das geht wohl auch nich, sonst könnten sie nich mehr so leben, wie sie es noch tun; musste beim fahren auf die pferdekutschen aufpassen - die fahren in einem tempo die straße lang - unglaublich, aber des hat seinen reiz
haben dann noch auf einem markt ein paar sachen gekauft un was gegessen - das hat geschmeckt wie zu hause hatten leider nich soviel zeit, sonst hätte ich noch gefragt, ob man irgendwo auch auf den gäulen reiten kann, aber kann man nich ändern, muss ich bei mir zuhause mal gucken, das fehlt mich nämlich wirklich
dann wieder los und ab nach state college, ankommen, hektisches koffer umpacken und tines zimmer ausräumen (die bleibt zwar noch bis ende mai, schläft dann aber bei freunden), die totale erschöpfung weil die ganzen eindrücke erst verarbeitet werden müssen
14/5/2006 Sonntag gegen zehn ging unser flug von state college nach cincinnati, davor gabs noch ein problem: die koffer meiner eltern waren zu schwer (50 pfund pro koffen sind erlaubt, wir lagen gut drüber), also umpacken, wobei uns ein kleiner fehler passiert is, wir haben einen weiteren beutel ins handgepäck genommen, der wurde wieder und wieder durchleuchtet - ich dachte schon, wasn jetzt los, da kramte der beamte einen kleinen papierbeutel raus und mir entfuhr nur ein "oh, the fucking knives", der beamte fing an zu lachen, gab sie tine vor der schleuse und die packte sie im nachhinein noch in unsere taschen
der flug war gut, dann 6 std wartezeit und das ausundschaften des ganzen flughafens, dann ab nach dtl. - der flug war auch gut, konnte nich besonders viel schlafen, danke an die nette stewardess (schön wenn man sweetheart genannt wird 
zu hause angekommen hab ich dann erfolgreich den jetlag bekämpft und die sechs stunden zeitunterschied gut verarbeitet
~mein fazit~ es war anstrengend aber wirklich schön und ich würd das jederzeit wieder machen, is witzig, sich jeden tag ein anderes hotel zu suchen und macht spaß dauernd neue dinge kennen zu lernen
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